Schnell lernen mit Mnemotechniken

Wissensgesellschaft, Informationsgesellschaft, Lifelong learning, Informationsflut – seit längerem schon sind diese und ähnliche Schlagworte im Umlauf. Was man nun auch im Einzelnen darunter verstehen mag, klar ist, dass sie alle auf die zentrale Bedeutung von Wissen und Information in der modernen Welt hinweisen und damit auf die fundamentale Rolle, die dem Erwerb von Wissen, dem Lernen also, heute mehr denn je zukommt. Aber auch das Lernen will gelernt sein, und in den allermeisten Fällen haben mäßige Lernerfolge weniger mit mangelnder Intelligenz als mit Motivationsproblemen, unproduktiven Lernmethoden und nicht zuletzt einem ungeübten Gedächtnis zu tun. Denn neben der Lernmotivation kommt es vor allem auf das Gedächtnis an. Nicht umsonst erklärte der griechische Dichter Hesiod Mnemosyne, die Göttin des Gedächtnisses, zur Mutter der neun Musen, und stellte so das Gedächtnis an den Beginn aller höheren Kulturentwicklung. Ebenso wenig ist es ein Zufall, dass einige der effektivsten Mnemotechniken (wie man die verschiedenen Formen der Gedächtniskunst nennt) schon seit der Antike bekannt sind. Seither hat sich natürlich viel getan und so gibt es heute eine stattliche Palette an Mnemotechniken und Lernmethoden, in die nicht nur die neusten Erkenntnisse aus Lernpsychologie und Neurologie einfließen, sondern die, einmal verinnerlicht, auch tatsächlich in kurzer Zeit zu signifikanten Leistungssteigerungen und Lernerfolgen führen.

Vorsichtig sein sollte man allerdings bei all den Angeboten, die einem Lernerfolge „im Schlaf“ versprechen: vor dem Lohn ist bekanntlich der Schweiß gesetzt und Techniken für effizientes und schnelles Lernen im Sinne von schneller Aneignung und dauerhafter Verfügbarkeit des jeweiligen Wissensstoffes wollen eben selbst erlernt und trainiert sein.